Georgien & Azerbaijan

Und schon wieder hängen wir fest – verflixt! Diesmal in Baku, Azerbaijans Hauptstadt. Wegen der Ramadan-Ferien gehen vor Montag, 20.7., keine Fähren nach Aktau, Kasachstan. Die Erinnerungen an die anstrengenden, aber wunderschönen Radtage entlang der Ausläufer des südlichen Kaukasus jedoch sind noch taufrisch …

 

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Da Azerbaijan nicht auf unserer potenziellen Liste der zu besuchenden Länder steht, müssen wir uns im georgischen Batumi um ein Visum kümmern. Glücklicherweise geht das hier innerhalb von sage und schreibe 15 Minuten! Wow! Der Spaß kostet zwar 100 Euro/Person, aber die Express-Abwicklung ist ihr Geld auf jeden Fall wert.

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Frohen Mutes nehmen wir die südliche Variante über den Goderzi-Pass in Angriff. Wir folgen einem herrlich grünen Flusstal …

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… und haben viel Spaß mit den Menschen, die hier entlang der Straße leben. Dieser Herr ist Frisör und wird beim Anblick meines wuchernden Bartes richtiggehend nervös. Nur schwer kann ich mich gegen eine « Rasiermesserattacke » wehren – gut, dass ihn Anita etwas ablenken kann.

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Es ist wenig los am Nachmittag in diesem kleinen Dorf. Die Ladenbesitzer treffen sich zu einem keinen Plausch und freuen sich über die Abwechslung, die wir mitbringen.

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Das Tal windet sich immer enger werdend in den Osten, vorbei an atemberaubenden Felsformationen …

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… und waghalsig auf Felsen gebaute Kirchen.

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Einige gut restaurierte, mittelalterliche Bogenbrücken spannen sich ästhetisch über den Acharistskali-Fluss.

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Eine wundervolle Abendstimmung erfreut uns während der abendlichen Lager-Routine.

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Morbider Soviet-Charme.

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Während ich den Einkauf erledige, erklärt Anita den anwesenden Leuten die Funktionsweise unseres Bikes.

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Währenddessen habe ich das Vergnügen, in einem der zahlreichen Kramlerläden für einen Zwischensnack zu sorgen.

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Bald weicht die schöne Asphaltstraße einer immer schlechter werdenden Lehmpiste.

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Je höher wir kurven, desto eindrucksvoller die Panoramen. Viele Häuser hier sind aus Holz gefertigt. Mit dem Selbstversorger-Garten ein sehr idyllisches Bild!

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… Noch eine letzte Pause,

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bevor wir die Passhöhe auf 2.025 Meter Seehöhe erreichen. Was für ein anstrengender Tag! Gut, dass uns zumindest heute der Wettergott gnädig war!

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Überall im Land werden alte russiche LKW´s zum Transportieren verwendet.

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Auf der Ostseite des Passes erwartet uns das Sarsma-Kloster …

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… eine wunderschöne, altgeorgische Kreuzkuppelkirche.

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Und wieder ein wunderschöner Lagerplatz am Fluss – Radlerherz was willst du mehr!

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Welche Route sollen wir bloß nehmen? Wenn wir all den gutgemeinten Ratschlägen der Schaulustigen folgen würden, würden wir wahrscheinlich heute noch im Kreis fahren 🙂

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Pannendreieck auf Georgisch – sehr originell, finden wir!

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Die alte Festung Khertvisi thront dominant über dem Kura-Fluss.

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Kühe auf oder neben der Straße gehören in Georgien zum Alltagsbild. Manche Flecken scheinen sie schon seit längerem okkupiert zu haben! « Was wollt ihr denn hier », scheint uns diese vierbeinige, schlechter als wir riechende Dame fragen zu wollen.

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Und wieder einmal droht ein Gewitter. Hmmmm! Kann es nicht endlich mal richtig schön werden?

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Die Schlaglöcher auf dieser Straße werden wohl in geraumer Zeit ausgebessert. Wozu dafür Straßenschilder aufstellen? Die Autos – und auch wir – fahren brav Slalom zwischen den Löchern und nehmens gelassen.

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Es wird wieder mal richtig frisch! Wer hätte gedacht, dass Omas Socken auch als Handschuhe funktionieren können 🙂 Wir nehmen einen weiteren, etwa 2.200 Meter hohen Pass in Angriff. Das Wetter hat gestern umgeschlagen.

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Wir tauschen die üppige Waldlandschaft der ersten Tage gegen eine wunderschöne Hochgebirgs-Kulisse.

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Dann und wann tauchen Seen auf, in denen Bauern ihre Arbeitspferde trinken lassen.

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Dieses « Zeichen » weist darauf hin, dass in dem Haus dahinter Trockenfisch zu kaufen ist.

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Die Dörfer hier oben wirken ärmlich und wie aus einer anderen Zeit. Mangels Holz wird mit Viehdung geheizt, die in Ziegel gepresst und formschön angeordnet werden. Einige Häuser und Stallungen sind mit Grasdächern gedeckt.

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Wir überqueren die Passhöhe und sind rasch von dichtem Nebel eingehüllt.

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Leider geht der Nebel bald in Regen über. Unserer Laune tut dies jedoch keinen Abbruch – zumindest nicht sofort 😉

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Oh nein, nicht schon wieder! Unser neuer Reifen löst sich nach gut 1.000 Kilometern sprichwörtlich in Luft auf. Kurz nach diesem Foto platzt auch noch der Schlauch mit einem gewaltigen Kracher. Wahrscheinlich liegt die Ursache für die Panne bei einem übersehenen Kanalgitter, in dem wir uns ein paar Stunden vorher verfangen haben.

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Tags darauf klappern wir die hiesigen Reifenwerkstätten ab. Leider kann unseren Fahrradreifen niemand reparieren. Doch die Lösung naht …

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Amiko, ganz rechts auf dem Bild, fährt mit mir in seinem in Deutschland gekauften Mercedes wie ein Irrer zum Bazar, wo wir einen chinesischen 20″ Cargo-Bike Reifen mit 70 kg Traglast auftreiben können. Bezahlen dürfen wir natürlich nicht, wir seien ja Gäste in seinem Land! Unter Protest akzeptieren wir schließlich, denn Amiko würde sichtlich beleidigt dein, wenn wir ihm das Geld irgendwie unterjubeln würden. Nach einem Kaffe mit einem Schuss Cognac setzen wir die Reise fort.

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Ein typisch georgisches Gartentor.

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Dieser alte Lada hat in etwa so viele Jahre auf dem Buckel wie Anita. Wie gut, dass bei ihr noch keine kosmetischen « Operationen » nötig sind 😉

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Welcome to Azerbaijan! Die neugierigen Grenzer sind so mit unserem Vehikel beschäftigt, dass Anita unbemerkt ein Foto schießen kann.

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Wir lassen die üppig grüne Vegetationszone bald hinter uns …

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… und bekommen Abends am Lagerplatz besuch vom Viehbauern Islam (das ist sein tatsächlicher Name). Stolz wie ein argentinischer Gaucho posiert er für ein Foto.

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Die kühlen Tage sind wahrscheinlich Geschichte. Unsere Solarpaneele freut das ungemein! Die ersten zwei Tage laufen sehr gut- viel Sonne und tendenziell bergab.

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So manch « blinder » Passagier versucht, mit uns mitzureisen.

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Viele Steinhäuser sind mit filigran verzierten Blechdächern gedeckt.

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« Das hab´ ich alles selbst gemacht », meint Ajdar stolz und posiert mit seinem Sohn vor dem reich gedeckten Hausdach. Eine gute Arbeit, finden wir!

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Zweites Frühstück in einem Café am Straßenrand. Die Azeri trinken leidenschaftlich gerne und viel Tee. Bestellt man welchen, wird einem gleich eine ganze Kanne serviert. Zubereitet wird der Cay sehr mild und bekömmlich.

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Die Menschen sind sehr neugierig und ohne Berührungsängste. Leider spricht so gut wie niemand Englisch, was die Kommunikation extrem erschwert. Russisch würde jeder können, doch da müssen wir leider passen.

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Tag zwei in Azerbaijan: Mehr und mehr wird die Gegend karger.

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Wir fahren auf einer ruhigen, gut ausgebauten Straße richtung Osten, es läuft recht gut.

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Die trockene Hitze lässt eine Salzkruste auf unserer Haut entstehen.

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Ein typisches Bild, wenn wir mal kurz unseren Einkauf fürs Abendessen erledigen.

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Abends finden wir einen einsamen Lagerplatz. Sogar einen Bewässerungskanal zum Waschen gibt es! Eigentlich wollen wir ohne Zelt schlafen, doch die in der Dämmerung einsetzende Moskitoplage lässt uns rasch unser Zelt aufbauen.

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SMS von unserer Suntrip-Kollegin Pauline, die bereits in Baku auf die Fähre nach Kasachstan wartet. 60 Grad Celsius würden uns jetzt in Aqtau erwarten! Selbst Autos dürfen die Stadt nicht verlassen – puh!

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Morgenkaffee – Instant natürlich.

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Auf geht´s in einen neuen Tag. In unseren Köpfen die 60 Grad in Aqtau …

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« Signature? » Die Azeri sind extrem scharf drauf, sich mit Edding auf unserem Solardach zu verewigen. Manche schreiben sogar ihre Telefonnummer dazu – für den Fall, dass Anita mal einsam ist 🙂

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Melonenzeit in Azerbaijan – herrlich!

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Da brennt der Busch!

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Würde dieser LKW wohl auf Europas Straßen fahren dürfen? Hier wird das alles nicht so eng gesehen.

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Frischer, gekochter Mais wird für 40 Cent pro Stück am Straßenrand verkauft.

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Ein leckerer Zwischensnack!

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Ein alter Samovar (Wasserkocher) und ein vergilbtes Schild weisen auf ein kleines Café hin.

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Letzter Lagerplatz vor dem kaspischen Meer. Wenn alles gut geht, schaffen wir es morgen zur Fähre nach Kasachstan …. Wir haben heute Gas gegeben. Gegen den Wind, 8 Stunden reine Fahrzeit und zelten auf einem windigen, verdreckten Platz.

 

Tags darauf sind es nur noch 40km zum Hafen, wo wir am Vormittag ausgelaugt eintreffen – in der Hoffnung, gleich an Bord gehen zu können. Aber wir werden vertröstet, verbringen den Rest des Tages an einer Tankstelle und erfahren später von Pauline, dass die Fähre wegen der Ferien wahrscheinlich erst am kommenden Montag ablegen wird. Es ist spät, windig und trostlos. Wir können nach langem Suchen bei einem einfachen Restaurant unser Zelt aufschlagen und fahren tags darauf mit dem Bus nach Baku, wo wir bei Paulines Freundin in einer geräumigen Wohnung unterkommen. Jetzt heißt es warten und Daumen drücken …

Wie es weitergehen wird? Stay tuned!

Grüße aus Baku,
Anita&Andi

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