Kasachstaaaan!!!!

Na endlich! Es hat zwar etwas länger als geplant gedauert, aber dafür freuen wir uns umso mehr – wir haben unser Ziel-Land erreicht! Jetzt aber los!

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Bereits einen Tag früher als erwartet müssen wir die tolle Wohnung von Paulines Freundin wieder räumen – unsere Fähre legt nun doch schon am Sonntag ab – was für eine Freude!

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Die Agdam wird uns von Baku über das kaspische Meer schippern. Es handelt sich eigentlich um ein Frachtschiff, welches mit Eisenbahnwagons beladen wird und Platz für maximal 6 Passagiere bietet. Luxus braucht man keinen zu erwarten – tun wir auch nicht …

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Azerbaijan pumpt in großen Mengen Erdöl aus dem kaspischen Meer. Wir passieren Neft Dashlari, wo 1948 von den Soviets die erste Offshore-Ölbohrplattform der Welt gebaut wurde. Nach wie vor leben etwa 5.000 Menschen auf diesem Labyrinth aus Plattformen, welche die größte Bohrinsel der Welt bilden. Alles andere als schön, finden wir …

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Da aufgrund eines « Buchungsfehlers » keine Kabinen für uns frei sind, okkupieren wir nach Absprache mit dem Kapitän, aber zum Unmut der Besatzung, kurzerhand den Aufenthaltsraum des Schiffes. Auf unseren mitgebrachten Matratzen schläft sich´s ohnehin besser 🙂

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Kasachstaaaaaan! Nach einem ewigen Bürokratiejungel (wir benötigen für den Rücktransport des Rades, um welchen sich dankenswerterweise DB Schenker kümmern wird, Einfuhrpapiere) schwingen wir die kasachische Fahne (und Pauline die Französische).

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Ja, richtig gesehen – das ist Innenleben eines Eisenbahn-Ladewaggons! Aufgrund der vielen Verzögerungen, die sich mittlerweile auf etwa 2 Wochen summieren sind wir gezwungen, einen Teil der Strecke mit dem Zug zurückzulegen. Wir hätten unser Ziel almaty, welches sich noch ca. 3.500km von uns entfernt befindet, nicht mehr bis Mitte August erreicht.

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Das Gute an einer Zugfahrt in Kasachstan ist, dass man einen ganz anderen Einblick in das Leben der Menschen gewinnt.

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Wir haben nette Gespräche und Begegnungen während der gut 33 Stunden Zugfahrt, die uns von Aktau nach Aralsk bringen wird.

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Ewig lange Güterzüge verfrachten wertvolle Rohstoffe quer durch die Steppe. Bis zu 60 Waggons zählen die etwa einen Kilometer langen Kolosse.

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An den kleinen Bahnhöfen wird alles feilgeboten, was man als Reisender zum « überleben » benötigt.

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Die ewige Steppe zieht monoton an uns vorbei.

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Am Abend des zweiten Tages im Zug erreichen wir müde die Stadt Aralsk, mitten in der zentralkasachischen Steppe.

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Auch hier gehört das Fahrrad zu einem beliebten Zeitvertreib. « Wieso habt ihr ein Dach », scheinen uns diese beiden Jungs zu fragen.

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Aralsk war einst eine prosperierende Hafenstadt am Rade des mächtigen Aralsees – bis die Soviets auf die Idee kamen, Wasser aus den Zuflüssen für de Baumwoll-Anbau in Usbekistan und Kasachstan abzuzapfen – eine der größten vom Menschen verursachte Umweltkatastrophe. Vom einstigen Hafen in Aralsk sind nur noch die Gerippe der Verladekräne und ein paar kümmerliche Wasserlachen übrig.

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Am Basar von Aralsk stocken wir unsere Vorräte auf …

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… und fahren hinaus in die weite Steppe des neuntgrößten Staats der Welt. Österreich würde etwa 32,5 mal darin Platz finden 🙂

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Ist das etwa eine Fata Morgana?

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Nein! Ein liebesbedürftiges Kamel hat es auf uns abgesehen! Neugierig sabbert es mir meinen Arm voll und würde scheinbar am liebsten mit mir schmusen 🙂

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So sehen kasachische aussichtsplattformen aus!

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Schöne Aussicht, finden wir!

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Foto? Foto? Gefühlte hundert mal werden wir am Tag gebeten, für das Facebook- oder Twitter-Album stillzuhalten und freundlich zu in die (Handy-)Kamera zu grinsen. Dass wir da manchmal « zurückschießen », ist wohl klar 🙂

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Das erste Nachtlager verbringen wir bei einer einsamen Moschee, dem einzigen schattenspendenden Gebäude weit und breit.

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Das Zelt bleibt in der Packtasche – was für eine herrliche Nacht!

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Dieser lustige Kerl ist sowas wie der Mesner der kleinen Moschee.

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Die Hauptstraße ist von Aralsk südwärts in einem super Zustand – nur abbiegen sollte man nicht.

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Merke: Immer genug Wasser mitführen!

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Auf einigen wenigen Streckenabschnitten muss man auf die alte Straße ausweichen. Für die LKW-Fahrer scheinen wir eine willkommene Abwechslung zu bieten. « Danke für´s Ohren ausblasen », brüllen wir ihnen nach, nachdem sie ihr Kompressorhorn lautstark und exakt auf gleicher Höhe tröten lassen.

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Wären wir russische Kosmonauten, müssten wir nun rechts abbiegen. Neben dem gleichnamigen Ort befindet sich dort der größte Raketenstartplatz der Welt, von dem aus schon Juri Gagarin 1961 zur ersten bemannten Raumflug der Welt aufbrach.

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Unser Solar-Tandem ist keine Rakete – auch wenn viele Kasachen denken, es wäre ein Flugobjekt. Fleigen kann es schon – aber leider meist unewollt – und nur « auf die Erde ». Nach einem schmerzlichen « Umfaller » biege ich das verzogene Dach aus.

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Hitze und Staub – unsere täglichen Begleiter.

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Ja und auch diese Biester gibt es in der Steppe! Vor allem dort, wo sich Wasserkanäle oder Flussläufe befinden. Ein bedrohliches Surren begleitet uns diese Nacht in den Schlaf.

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Am Morgen hat sich unser Lagerplatz in eine feuchte, schlammige Fläche verwandelt. Das Zeug bleibt dick auf unseren Flip Flops kleben …

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Wie gut, dass wir unseren eigenen Schaten produzieren können! Es hat bis zu 40 Grad, und ein starker Nordostwind trocknet unsere Kehlen im Nu aus.

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Wunderschöne Friedhöfe nahe den wenigen Städten.

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Juhu – ein Rastplatz! Nur wo sind die Bäume?

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Nach ein paar langen Tagen mit Etappen bis zu 200 Kilometern schaun wir nicht mehr ganz so frisch drein.

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Wir freuen uns, einen Schattenbusch zum Lagern gefunden zu haben. Bis kurz vor Sonnenuntergang der einzige Ort, an dem man es halbwegs aushält.

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Jede Gelegenheit zur abkühlung wird genutzt. Wir konsumieren Unmengen an Limonaden – gemeinsam oft drei Liter am Tag (neben den 11 Litern Wasser).

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Quiiiietsch, und schon wieder einer neben uns! Uns scheint, als hätte man einen Preis auf das beste Foto mit uns ausgeschrieben. Oft sind die Begegnungen lustig (wie auf dem Foto), manchmal einfach nur nervig – vor allem dann wenn einem ungefragt die 100ste Kamera vors Gesicht gehalten wird 😉

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Der starke Wind ist glücklicherweise diesmal unser Freund. Für ganze fünf Tage treibt er uns mit bis zu 35 km/h an – herrlich!

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In der Großstadt Shymkent wollen wir uns wieder mal ein Zimmer gönnen. Unsere Klamotten stehen vor Salz und Staub, und eine echte Dusche wäre der Hammer!

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Foto Foto die x-te 😉

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Feierabendbier! Auch wenns meist etwas warm ist – es zischt wie nie zuvor!

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… und nach einer Halben auf nüchternem Magen, ohne gegessen zu haben, will man eigentlich nur noch relaxen …

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… und den Sonnenuntergang genießen.

 

Shymkent bedeutet das Ende der Steppe für uns – wir nähern uns den Ausläufern des mächtigen Tien Shan Gebirges.Wir planen einen Abstecher nach Kirgistan, und je nach Zeit und Lust einen kleinen Nationalpark-Loop rund um Almaty.

Der halbe Ruhetag in Shymkent ist leider nicht ganz so ruhig wie erhofft. Unsere externe Festplatte zeigt ernsthafte Probleme, der neu gekaufte Ersatz will nicht so richtig mit unserem Tablet harmonieren und unsere Kamera pfeift sprichwörtlich aus dem letzten Loch – der Spiegel bleibt bei jedem Foto unter 1/350stel Belichtungszeit hängen. Wir hoffen, dass wir sowohl unsere kostbaren Fotos heimbekommen, und dass auch die Kamera durchhält. Also bitte Daumen drücken und gute Vibes rüberschicken – denn irgendwie sind wir gerade etwas angespannt … aber wie immer: Wird schon werden!!!

Liebe Grüße,

Anita&Andi

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