Sommer, Sonne, Tandem

Unser persönlicher Prolog ist mittlerweile geschafft und wir befinden uns seit Mittwoch Abend (3.6.15) in Mailand. Das Solar-Tandem funktioniert perfekt und auch der Wettergott hat es gut mit uns gemeint. In Mailand herrscht Hochsommer, wir schwitzen wie verrückt und freuen uns auf den offiziellen Start am Samstag, den 6.6.15.

Was bisher geschah:

Pünktlich um 07:30 wuchten wir unser behäbiges Tandem am Freitag, 29.5.15 auf die Straße. Die Sonne scheint – perfekt! SONY DSC Resümee des ersten Tages: 160 Kilometer bis Salzburg, das System läuft perfekt und wir sind überglücklich, wieder unterwegs zu sein! SONY DSC Unsere lieben Freunde Ernstl & Doris nehmen uns für die Nacht bei sich auf. Viel zu spät geht es ab ins Bett, entsprechend spät fällt auch der Start am nächsten Tag aus. SONY DSC Entlang der Saalach-Au geht es flott Richtung Lofer. Wir sind froh darüber, dass der Wetterbericht heute viel zu pessimistisch war – es regnet nur gelegentlich, wir können die Sonnenpausen zum Tanken nutzen. SONY DSC Die zweite Nacht verbringen wir bereits im Inntal, zwischen Wörgl & Innsbruck. Eine kleine Kapelle lädt uns zum Bleiben ein – wir haben Sonne, fließend Wasser und nette Gespräche. Unser Zelt bleibt heute im Packsack. SONY DSC Lange Zeit folgen wir einem Teil des österreichischen Jakobswegs, bevor wir bei Landeck unseren Lenker nach links drehen und unsere « Alpenüberquerung » starten. SONY DSC Die Hochwiesen sind übersäht mit saftigen Blumen – es ist einfach herrlich! SONY DSC Schon bald erblicken wir schneebedeckte Alpengipfel. Just vor den Augen des schweizer Zollbeamten kippt uns das Rad zum ersten mal fast um. « Soll ich Euch anschieben? », war seine überaus nette Reaktion … SONY DSC Nachtlager auf 1.650 Meter, zwischen Zernez und St. Moritz. Ein wenig Yoga am Morgen vertreibt Verspannungen und Sorgen … SONY DSC Früher als erwartet weckt uns die Sonne – die nächtliche Kälte weicht und wir starten motiviert in einen neuen Tag. SONY DSC Sankt Moritz – juhu! Wir befinden uns auf knapp 1.800 Meter, und nur noch der bei Surfern und Kitern sehr beliebte thermisch bedingte Gegenwind scheint uns davon abhalten zu wollen, den Alpenhauptkamm zu überqueren. SONY DSC Löwenzahn-Pracht am Silvaplanasee. SONY DSC Der Malojapass ist geschafft! Von nun an gehts spektakulär und mit Gebrüll bergab! SONY DSC Wir erreichen nach 130 einfachen Kilometern den Comer See und werden sogleich von Sepp & Thomas mit einem eiskalten Bier « zwangsbeglückt ». Es hat 30 Grad, der See ist angenehm frisch. Unsere Zeltnachbarn sind alle sehr nett, schon bald sitzen wir mit den beiden Mopedfahrern, sowie Ingolf & Marietta zusammen und leeren die eine oder andere Flasche Vino und unseren bescheidenen Nussschnaps-Vorrat. SONY DSC Ein Abschiedsfoto mit den beiden verrückten Schwaben. SONY DSC Aaaah, wie herrlich ist das denn! Ein erfrischendes Bad im Comer See, bevor wir uns in die Verkehrshölle rund um Mailand begeben. SONY DSC Auch das überleben wir, und schon bald checken wir am Camping Milano ein, wo wir auf die anderen Teilnehmer des Sun Trip stoßen. Wir entdecken einen weiteren Vorteil unserer Dachkonstruktion: Nie wieder Probleme, Anknüpfpunkte für die Wäscheleine zu finden 🙂 SONY DSC Der obligatorische Technische Check verläuft positiv und unser Tandem ist für den offiziellen Teil der Reise freigegeben. SONY DSC Nach und nach trudeln die Teilnehmer ein, alle mit ganz unterschiedlichen Konstruktionen und ansätzen. Die einen haben High-Tech Geschosse, die locker 40 km/h auf der Ebene schaffen, andere simplere Gefährte. Michael Polack zum Beispiel schwört auf Bambus als Trägersystem für sein Dach. SONY DSC Viele Teilnehmer verfügen über einen Solar-Anhänger mit ausgefeilten Mechanismen. SONY DSC Jung, alt, Tandem, Trike, Rollstuhlfahrer, Abenteurer, Leute die den Krebs besiegt haben … Das internationale Starterfeld könnte nicht bunter sein. Es ist ein Genuss zu sehen, wie zwanglos und ohne Wettkampfgedanken alles abläuft. Nach 5 1/2 Tagen und 700 Kilometer « On The Road » sind wir mehr als optimistisch, dass unser Bike bis Kasachstan halten wird. Wenn die Sonne scheint, können wir mit hoher Unterstützungsstufe dahinradeln und kommen mehr als flott voran. Ein Durchschnitt von ca. 25 km/h ist recht einfach möglich. Wir genießen nun den Sommer, die Ruhetage vor der Challenge und nehmen es ziemlich gelassen, dass unser neues Tablet schon jetzt Startprobleme hat und sich die installierten Karten aus irgendwelchen (wahrscheinlich menschlichen) Gründen in Luft aufgelöst haben. Sonnige Grüße, Anita & Andi

J'aime, je partage! *** Sharing is Caring
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on Google+
Google+
Share on LinkedIn
Linkedin
Share on VK
VK
Email this to someone
email