Sun Trip? Rain Trip? Türkei einmal anders …

In der Türkei ein 20″ Laufrad mit Scheibenbremsen-Aufnahme zu finden, ist normalerweise verdammt schwierig und dauert. Doch schon nach nicht mal 24 Stunden konnten wir unsere Reise fortsetzen! Wie sowas funktionieren kann? Lest selbst!

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« Aaaah, läuft super! » Andi zentriert noch schnell den Brems-Sattel unseres neuen Rades, und es kann wieder losgehen – nach nicht mal 24 Stunden! Zu verdanken haben wir das Murat, unserem Kontakt bei der « Turkish Cyclists Association ». Schon eine Stunde nach unserer Panne hat er einen Shop in Istanbul aufgetrieben, der uns ein Ersatz-Laufrad bauen kann. Da aufgrund des Ramadan die Kurierdienste nur eingeschränkt arbeiten, lässt er das Paket kurzerhand zum nächsten Fernbus nach Afiyon bringen. Dort übernimmt es der lokale Polizeichef (selbst begeisterter Radfahrer) und der sorgt dafür, dass die Anlieferung in unserem Hotel in Emirdag schon am nächsten Tag um 10:30h stattfindet – unglaublich! Wir sind sprachlos und freuen uns wie zwei kleine Kinder! So, nun aber los …

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Etwa eine halbe Stunde nach unserer Abreise ein leider schon gewohntes Bild – dunkle Wolken und Regen. Waaah!

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Da bleibt wenigstens Zeit, um unseren seit Süditalien kaputten Ständer schweißen zu lassen 🙂

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Die Wolken hängen tief und wir werden so richtig nass. Nach nicht mal 60km müssen wir den Tag in Yunak beenden. Wir checken in einem muffeligen Hotel ein und sind wieder mal etwas demotiviert.

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Die überaus freundlichen Türken jedoch sorgen dafür, dass wir bald wieder lächeln – und uns frisch gebackenes Ekmek – Brot – schmecken lassen.

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Adem, ein Lehrer aus Konya, verkauft gemeinsam mit seinem Vater Süßes auf dem Markt. Spontan werden wir für heute Abend zum Fastenbrechen eingeladen.

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Es wird ein unvergessliches Festmahl! Während des Ramadan dürfen Moslems ja von Sonnenauf- bis Untergang nicht essen. Aber dann lassen sie es so richtig krachen!

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Neugierig bestaunt dieser Herr unser Vehikel, als wir uns tags darauf zur Weiterreise fertig machen.

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Des öfteren fahren wir an Zeltlagern vorbei. Einige davon sind türkische Nomaden, viele aber auch Flüchtlinge aus Syrien.

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Wolken – Sonne – Wolken … Das Wetter kann sich leider nicht so recht entscheiden!

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In den Dörfern am Land sieht man neben modernen Gebäuden noch viele alte Lehmhäuser stehen. Viele sind am Verfallen, einige werden nach wie vor bewohnt.

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Und schon wieder droht eine mächtige Gewitterwolke!

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« Seit zwei Monaten spielt das Wetter verrückt », erzählt uns dieser Schafhirte. So viel Regen gibt es Ende Juni eigentlich nie. Na da haben wir ja Glück, dies zu erleben!

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Nur einen Kilometer weiter ist Hagel gefallen. Wahnsinn!

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Bei einem kleinen Bauernhof fragen wir nach Wasser. Gehen dürfen wir für heute nicht mehr!

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Wieder einmal dürfen wir die türkische Gastfreundschaft genießen – heute wird in einem alten Lehmhaus genächtigt!

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Meist ist es morgens wolkenlos – auch heute.

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Da sieht die Welt gleich viel freundlicher aus!

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« 400 Schafe haben wir », erzählt uns Gule, unsere Gastgeberin, stolz.

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« In Augsburg habe ich gearbeitet. Vier Jahre. Aber hier ist das Leben viel angenehmer », meint Mehmed in gebrochenem Deutsch. Das geruhsame Leben am Land ist ihm viel lieber als die hektische Großstadt.

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Die ersten Plattfüße sind zu flicken – wenns weiter nichts ist …

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Fünfmal am Tag hören wir den Muezzin zum Gebet rufen – wunderschön!

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Die Wolken bescheren uns wunderschöne Stimmungen.

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An diesem Abend stellen wir unser Zelt neben den Bienenstöcken von Ahmed und Hatice auf.

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Selbstverständlich gibt es Chay und eine nette Plauderei.

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Süße Kirschen und ein herzliches Kinderlachen gibt´s als Zugabe.

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Wir legen uns bei strahlendem, fast vollem Mond schlafen …

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… und um vier Uhr in der Früh die Ernüchterung: Heftiger Regen klopft wieder mal an die Zeltplane.

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« Should we stay or should we go … », fragen wir uns mit langen Gesichtern. In einer Regenpause packen wir das Zelt zusammen – und radeln bald im Regen weiter.

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Unglaublicherweise klart es gegen Mittag auf, und der Rest des Tages ist perfekt! Bald sehen wir das erste Straßenschild, welches uns nach Ürgüp weist – Kappadokien wir kommen!

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Ein letzter heftiger Anstieg …

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… und wir passieren die ersten Lavaformationen, in die seit dem 2. Jahrhundert Stallungen, Kirchen und Wohnhöhlen gemeißelt wurden.

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Ein letztes Plateau ist zu passieren, immer den imposanten Berg Erciyes im Blickfeld.

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Ein rasanter Downhill bringt uns hinunter in eine sagenhafte Landschaft …

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… und wir erreichen müde, aber glücklich – und vor allem trocken, Ürgüp – juhu!

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Im « Prana Cave Hotel » werden wir von anderen Sun Trippern, sowie den Betreibern Güröl und Sarya empfangen. Jetzt haben wir uns einen Ruhetag verdient!!!

Im Moment scheint die Sonne, und laut Wetterbericht soll dies die nächsten Tage so bleiben …

Herzliche Grüße aus Kappadokien!!!!

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